Ursachen und Behandlungen von Übelkeit in der Schwangerschaft
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Viele Frauen leiden in der Frühschwangerschaft unter Übelkeit und Erbrechen, die oft als normal angesehen werden. Die Übelkeit wird unter anderem durch das Protein GDF-15 und das Schwangerschaftshormon HCG ausgelöst. Es ist wichtig, das Ausmaß der Beschwerden mit Fragebögen wie dem PUQE-Score zu erfassen, um zwischen normalem Erbrechen und der schweren Form, der Hyperemesis Gravidarum, zu unterscheiden. Eine frühzeitige Behandlung ist möglich und kann verschiedenste Ansätze umfassen, wie Ernährungsumstellungen, Vitamin B6 oder Medikamente mit Antihistaminika und Pyridoxin. Offenes Sprechen über das Thema wird empfohlen, da Hilfe zur Verfügung steht.
Hyperemesis Gravidarum: Die schwerste Form der Übelkeit und des Erbrechens in der Frühschwangerschaft, die über das normale Schwangerschaftserbrechen hinausgeht und intensiver behandelt werden muss.
GDF-15: Ein spezielles Protein, das im Gehirn den Brechreiz auslösen kann und genetisch vermehrt ausgeschüttet werden kann, was Übelkeit und Erbrechen bei Schwangeren begünstigt.
HCG (Humanes Choriongonadotropin): Ein Schwangerschaftshormon, das besonders in der Frühschwangerschaft in hohen Mengen produziert wird und ebenfalls Übelkeit verursachen kann.
PUG-Score: Ein Bewertungssystem, mit dem der Schweregrad des Erbrechens bei Schwangeren ermittelt wird, um zwischen normalem Schwangerschaftserbrechen und schwerer Hyperemesis zu unterscheiden.
Vitamin B6 (Pyridoxin): Ein Vitamin, das bei Übelkeit in der Schwangerschaft hilfreich sein kann und oft in Kombination mit Antihistaminika als Therapie eingesetzt wird.